Der neueste Schrei aus dem Marketing für Alkohol ist „Ficken“. Ja richtig gelesen. „Ficken“ nennt sich ein kleines alkoholische Getränk in einem phallisch anmutenden Schnapsfläschchen. Natürlich in roter Farbe und warnend auf dem Etikett „unter 20 Jahren Verboten“. Zumindest läd das Getränkchen zu Wortspielereien ein. Demnach ist Ficken unter 20 Jahren verboten. Brüll, lach. Ein junger ansonsten schüchterner Mann kann leicht angesäuselt seinem lang ausgewähltem Lustobjekt unverblümt die Frage stellen: „Willst du Ficken? “ Oder: „Hast du Lust auf Ficken?“ Die (oder der) wird zwar erstaunt auf so eine direkte Frage reagieren, aber rasch kann die Situation entschärft werden, indem ein kleines Schnapsfläschchen mit der Aufschrift „Ficken“ vorgezeigt wird. Mögliches verschmitztes Lächeln und ein charmantes Verlegenheits-JA kann da schon mal rausspringen. Weitere Phantasien mögen folgen. Diese Marketing-Idee ist nicht ganz neu. Vor einigen Jahren bemühten sich schon Likörhersteller mit der Etikettenaufschrift „Orgasmus“ ihren Umsatz zu steigern. Auch hier sind süße Anmachsprüche variabel einsetzbar. Alkohol enthemmt zwar, aber dennoch muss vor übermäßigen Alkoholgenuss vor dem Sex gewarnt werden. Frauen berichten, dass der Orgasmus geschwächt oder gar nicht auftritt. Also Mädels Alkohol ist der Orgasmuskiller Nummer eins. Alkohol ist bekannt als ein Nervengift und greift gezielt im Gehirn ein. Die sexuelle Leistungsfähigkeit wird damit auf Dauer auf ein Minimum reduziert. Männer wissen, dass die Erektionsfähigkeit durch den Alkohol erheblich negativ beeinflusst wird. Weitere Nachteile: Durch die Enthemmung des Alkohols wird öfters als sonst auf Kondome verzichtet, die Urteilsfähigkeit bezüglich neuen Sexualpartnern lässt rapide nach und darüber hinaus werden Spermien abgetötet und der Zyklus der Frau verändert sich drastisch. Ficken in Alkoholform kann also sehr sexuell frustrierend sein. So macht es eher Sinn das Treffen der neuen Liebe aus eigner Kraft mittels der Effekte der Verliebtheit zu meistern.
Vom 18.10. bis 21.10.2007 fand wieder Deutschlands grösste Sexmesse in Berlin statt. Für 25,- Euro wurde zwar nicht viel Neues geboten, aber das wusste wahrscheinlich so mancher Konsument von Liebeserotischen Artikeln vorher. Die gut besuchte VENUS 2007 gestaltete sich diesmal im Vergleich zu den Jahren zuvor wesentlich ästhetischer. So gab es deutlich mehr grosszügig geschnittene Messestände die sich vom Design und dem erotischen Ambiente deutlich von den übrigen Verkaufsständen abzeichneten, aber deswegen nicht unbedingt mehr besucht waren. Neben den sonstigen liebes-erotischen Standardangeboten wurden an vielen Ständen fühlbar mehr auf Aktionskunst gesetzt. Die Darstellerinnen und Darsteller bemühten sich fast hautnah um die Aufmerksamkeit der Messebesucher. Es bildeten sich sofort riesige Trauben von kamerasinnlichen Betrachtern, die ihre Lustobjekte mit neugierigen Blicken erhaschten und aufgeregt fotografierten. Auffällig war, dass sich wesentlich mehr Frauen als die Jahre zuvor auf der VENUS amüsierten. Möglicherweise ist das ein Hinweis auf die stetig ansteigende Emanzipation der Frau im Bereich Sexualität. Aber Prüfung dieser wünschenswerten These überlassen wir den Sexualwissenschaftler. Viele Erotikstars gaben ihren Fans vor Ort Autogrammkarten oder rekelten einfach sinnlich auf samtige Polster. Manche zukunftsorientierte Händler vermuten, dass aufgrund der Fernbeziehungen und unterschiedlichen Arbeitszeiten viele Paare die Bedeutung von persönlichem sexuellem Kontakt zunehmend verlieren. Dies führe zu modernen Internetmöglichkeiten. Eine wie z. Bsp. „Die Sexmaschine“ ermöglicht es via Joystick den Dildo der Frau zu steuern. Durch die erotischen Highlights wie Oben-Ohne-Bullriding, Öl-Catchen und die heissen Gogo-Girls und Boys kam es bei der dicht gedrängten Erotikmesse zu einigen erregenden Momenten. Mit insgesamt 25.000 Besuchern war die Sexmesse ein Erfolg.
Interview mit Guru Eleven anlässlich eines „Est-meet-West“ - Happenings in Pondicherry, 2007
Paula: Guten Tag Herr Guru Eleven. Sie sind bekannt als moderner Tantrischer Guru. Könnten sie uns sagen was ist unter dem heutigen Tantra zu verstehen?
G11: Im Grunde ist darunter die Steigerung der Liebesfähigkeit zu verstehen, oder genauer gesagt das Beschleunigen der Steigerung der Liebesfähigkeit.
Paula: Das ist ja interessant. Wie genau gehen sie dabei vor?
G11: Also das ist ein sehr komplexes und kompliziertes Verfahren. Sehen sie im Leben entwickelt sich, vorausgesetzt es verläuft einigermassen normal, die Liebesfähigkeit auf natürliche Weise. Sie heiraten aus Liebe eine schöne junge Frau und mit der Zeit machen sie Kinder. Für jedes weitere Kind entwickeln sie mehr Liebesfähigkeit. Wenn sie jetzt diesen natürlichen Prozess beschleunigen wollen, dann heisst das erstmal nichts anderes als die so genannte Normalität ein wenig zu verlassen und sich in eine andere Betrachtungsweise bzw. Lebensweise einzulassen. Hier beginnt bereits Tantra.
Paula: Also sind wir eigentlich schon von Natur aus Tantriker?
G11: Ja genau. Alles ist Tantra. Sie können es wenden und drehen wie sie wollen. Sie kommen immer auf das gleiche hinaus. Beim Tantra geht es um Transformation der Lebens- bzw. der Sexenergie. Der Unterschied besteht lediglich im bewussten Zutritt zu dem was sowieso schon lange mehr oder weniger vorhanden ist.
Paula: Wie sieht dann der „bewusste Zutritt“ aus? Reicht es wenn ich einfach nur einen Kurs in Tantra besucht habe und mich Tantriker nenne und oder gehört einiges mehr dazu?
G11: Viele nennen sich Tantriker, aber wenn sie genauer hinschauen sind jene noch sehr weit davon entfernt von dem was eigentlich Tantra aus macht. Ich würde sagen, dass sich heutzutage hier im Westen viele therapeutische Sexspielereien ganz gut mit dem Begriff „Tantra“ verkaufen lassen. Dennoch sind solche Sexspielereien eigentlich für einige Teilnehmer und Teilnehmerinnen schon der erste Schritt freier und liebevoller mit Sexualität umzugehen.
Paula: Was sind dann in ihren Augen die Grundvorrausetzungen um sich überhaupt in Tantra einzulassen?
G11: Das ist eine sehr wichtige Frage. Erst einmal alle Eigenschaften die ein spiritueller Aspirant auf den geistigen Weg braucht. Das wären neben den Willen zum Guten, Ehrlichkeit, Teamspirit auch Durchhaltevermögen und Mut. Wenn ein menschlicher Charakter diese Grundqualitäten zu einem Grossteil verinnerlicht hat, dann hat er grosse Chancen auf dem tantrischen Weg enorme Fortschritte zu machen.
Paula: Das ist aber einiges. Aber in Grunde haben wir all diese Werte ja in unserer christlichen Erziehung.
G11: Die Werte sind vorhanden. Aber schauen wir was die Statistik sagt bezüglich des Wertes Ehrlichkeit. In mehr als 50% der Paare wird dauerhaft fremdgegangen. D.h. dauerhaftes über mehrere Jahre den eigenen Liebespartner betrügen. Oder, das Durchhaltevermögen hat in den letzten Jahren deutlich nachgelassen. Paare bleiben durchschnittlich nur noch 6 Jahre zusammen. Vor 25 Jahren waren es noch 20 Jahre im Durchschnitt. Sie sehen hier vielleicht keine Probleme, aber gesamtgesellschaftlich sind das weniger gute Entwicklungen. Bedenken sie nur die seelischen Probleme der ganzen Scheidungskinder.
Paula: Ja, dass ist wirklich keine gute Entwicklung. Was würden sie als tantrischer Guru empfehlen? Was sollen die Menschen machen?
G11: Ich denke als erstes sollten die Menschen den Knoten der Sexualität in Griff bekommen.
Paula: Was heisst das?
G11: Das heisst, dass sich die Menschen erst einmal darüber im Klaren sein sollen was alles mit dem Thema Sexualität zusammenhängt und wie unmenschlich die Beziehung zur Sexualität trotz sexueller Aufklärung tatsächlich gelebt wird. Im Grunde könnten wir von einer allzu nötigen Qualitätsverbesserung sprechen.
Paula: Können sie ein konkretes Beispiel nennen?
G11: Zum Beispiel habe ich immer wieder die Erfahrung gemacht, dass Menschen die einen so genannten tantrischen Kurs besucht haben nicht einmal wissen was „guter Sex „ bedeutet. D.h. woran können sie überhaupt erkennen, dass sie guten Sex machen. In den Zeitschriften stehen zum Beispiel tonnenweise gut Sextipps, aber wenn sie die lesen sind sie nicht schlauer. Das Anwenden eines Sextipps heisst noch gar nichts. Die Denkweise des durchschnittlichen Menschen bezüglich der Sexualität entspricht meines erachten, dem eines vorpubertierenden Jungens. Eher nervös und zappelig und wenig verantwortlich und bewusst.
Paula: Das ist aber ein harter Vergleich. Wie kommen sie darauf?
G11: Schauen sie sich die Statistik an. Angefangen von dem Umgang mit den sexuell übertragbaren Krankheiten, über die Anzahl der ungewollten Kinder, oder der Kuckuckseiern, bis hin zu der extremen Menge an Sexualverbrechen, den Klitorisbeschneidungen und so weiter und so weiter. Sie sehen, dass es in diesem Bereich nicht gerade liebevoll und verantwortungsvoll zugeht. Möglicherweise heisst es deswegen im Westen „in Liebe fallen“ anstatt „in Liebe steigen“.
Paula: O.k. , dass ist mir jetzt klar. Aber noch mal zu dem guten Sex. Was sind die Anzeichen für guten Sex. Woran merke ich, dass ich guten Sex hatte.
G11: Dafür gibt es mehrere Hinweise. Ich will hier nur einige nennen. Sie strahlen z. Bsp. nach dem liebeserotischen Spiel einige Tage vor Gesundheit. Sie sind weniger krank und haben ein Gefühl, sie könnten Bäume ausreissen. Sie haben eine hohe Konzentrationsfähigkeit, arbeiten effektiv und zielgerichtet. Ihre Freundin strahlt während und nach dem Liebesakt wie ein Honigkuchenpferd. Ihre Augen leuchten. Sie hat gute Laune und zwar nicht nur kurz danach, sondern die ganzen nächsten Tage noch. Sie freut sich, sie wieder zu sehen und ist optimistisch gestimmt. Sie selbst fühlen sich überhaupt nicht müde, eher wie erhoben und haben wie ihre Freundin glänzende Augen und eine angenehme Körperspannung, einen klaren Verstand und Lust am Leben.
Paula: Das habe ich zwar schon mal erlebt, aber leider zu selten. Woran liegt das?
G11: Die meisten Menschen habe das erlebt wenn sie sehr verliebt waren. Dann ist der Sex am süssesten und am himmlischsten zugleich. Die Lebenskunst besteht nun darin diesen gigantischen Genuss zu steigern oder zu veredeln. Die meisten Menschen betrachten diese Erlebnisse als bedeutend, was sie ja auch sind, aber es geschieht unbewusst, keiner weiss so recht welche Zutaten es benötigt um zu einen so hohen Genuss wieder zu kommen. Instinktiv weiss jeder, dass es was mit Liebe oder Verliebtheit zu tun haben muss. Aber vermutlich geben sich die meisten mit dem kleinen sexuellen Genuss zufrieden. Wenn das nicht so wäre, dann würden die Menschen wahrscheinlich mehr danach fragen und forschen und Nobelpreise für die stärkste Liebesfähigkeit vergeben.
Paula: Aber was kann ich tun um wieder zu dem Genuss aus den jungen Jahren zu kommen? Oder wie kann ich noch mehr Genuss beim liebeserotischen Spiel erleben?
G11: Grundvoraussetzung für ein qualitätsvolles liebeserotisches Spiel ist die Liebe. Jeder weiß, wenn er verliebt ist oder im Zustand starker Liebe ist, dann ist das liebeserotische Spiel viel intensiver, viel beglückender, tiefer und nachhaltig befriedigender. Wichtig ist auch die Dauer eines solchen Liebesaktes. Auf dem Weltkongress der Sexuellen Gesundheit in Paris 2003 wurde bekannt gegeben, dass das Liebesverhältnis bei den französischen Studenten durchschnittlich 6 Minuten dauert. Ein qualitätsvolles liebeserotisches Spiel sollte nicht unter 45 Minuten dauern. Als Mann ist das nicht immer einfach, aber mit ein wenig Training, indem Sie am besten immer wieder rechtzeitig Pausen kurz vor der Ejakulation einlegen, dürfte das kein Problem werden. Bei den Pausen sollten sie sich maximal entspannen und die Liebe, die sie für ihre Freundin empfinden strahlen lassen, wie als wenn sie frisch verliebt wären. Nehmen sie sich also viel Zeit. Richtig guter Sex ist selten.
Paula: Also wenn ich mehr Liebesfähigkeit habe, habe ich dann auch besseren Sex?
G11: Genau so ist es. Mehr Liebesfähigkeit zu entwickeln ist ein komplexer Prozess. Erst einmal müssen viele falsche Vorstellungen und Glaubensansätze über die Liebe bearbeitet werden, dann müssen die ganzen Stolpersteine, die einem daran hindern mehr Liebesfähigkeit zu entwickeln aus dem Weg geräumt werden, dann erst ist der Mensch bereit für eine tantrische Schulung. Der Mensch ist dann wie befähigt durch das liebeserotische Spiel in höhere Bewusstseinszustände zu kommen. Das alles ist ein langwieriger Prozess. Sie müssen mindestens 10 Jahre mitbringen um zu begreifen worum es überhaupt tief im Inneren geht. Weitere 10 Jahre brauchen sie um das begriffene umzusetzen und den Rest des Lebens brauchen sie um weiter zu veredeln.
Paula: Verstehe, deswegen ist das Durchhaltevermögen so wichtig. Also könnte ich in 20 Jahren ein guter Tantriker werden?
G11: Viele sind gerufen und viele werden es schaffen. Davon bin ich überzeugt. Ich meine die Welt ist reif für eine gesunde Sexualität. Leider gibt es noch zu viele Stolpersteine, aber es besteht bereits in einigen Ländern eine enorme Liberalisierung der Sexualität. Wenn sie mal schauen mit welcher Selbstverständlichkeit heutzutage über Sexualität in den Medien gesprochen wird. Vor 30 Jahren war das noch nicht in der Form möglich. Früher gab es viel mehr Tabus, was den Wunsch nach Sex verstärkte, während heute mehr Freiheit besteht, was eher dazu führt, dass jeder bei sich selbst schauen muss was er eigentlich in diesem Bereich wirklich will.
Paula: Können sie noch etwas mehr zu den Stolpersteinen sagen?
G11: Einer der bekanntesten Stolpersteine ist die Eifersucht. In den Medien werden immer wieder Berichte über die enorme destruktive Kraft dieses sturmartigen Gefühls bekannt. Bisher gibt es keine sozialpsychologische Präventivmassnahmen gegen diese destruktiven Gefühlsausbrüche. Im Sinne der tantrischen Lehre dürfen solche Gefühle in Liebesfähigkeit transformiert werden. Dies geschieht am besten indem sich die Teilnehmer mit diesem Gefühl begegnen und so lernen damit umzugehen. Dazu braucht es Mut, eine gute Zentriertheit und die Konzentration auf höhere Ziele. Aber auch die Fähigkeit sich jederzeit selbst ohne Medikamente zu beruhigen. Deswegen ist das Meditieren so wichtig auf dem tantrischen Weg. Im Gegensatz zu den Tieren, die, wenn sie Angst haben von der Angst getrieben sind. Wir Menschen können unterscheiden zwischen realer Angst und neurotischer Angst. Wir können uns hinsetzen und die Angst einfach beobachten und mit der Zeit verschwindet sie, weil die Angsthormone verbraucht sind. Das ist wunderbar, diese Fähigkeit ist einfach wunderbar.
Paula: Wieso begeistern sie sich so für diese allzu menschliche Fähigkeit so?
G11: Dieses Unterscheidungsvermögen hilft den Menschen sich mit alle Arten von Gefühlen sehr intensiv zu beschäftigen und somit bewusster zu werden und somit gelassener zu werden. Bewusstheit gemischt mit Liebesfähigkeit ist der Schlüssel zu innerem Wachstum. Das macht den Menschen meditativ und glücklich. Stellen sie sich vor sie haben solche Eltern, die mehr oder weniger in einem meditativen zufriedenen Bewusstseinzustand verweilen. Sie werden ganz anders aufwachsen, ganz andere Vorbilder haben und wesentlich stabilere Nerven.
Paula: Ja ich glaube das wäre toll. Ich denke einige Zivilisationskrankheiten wie Hyperaktivität bei Kindern oder Burn-out-Syndrom bei Erwachsenen würden dann wahrscheinlich nicht mehr oder bedeutend weniger vorhanden sein.
G11: Davon können sie ausgehen.
Paula: Vielen Dank für das hochinteressante Interview.
Autor. Oliver Heil, Freiburg, Oktober 2007
Bei dem diesjährigen Weltkongress für Sexuelle Gesundheit kamen ca. 1000 registrierte Teilnehmer in Sydney zusammen. Pro Tag gab es rund 180 Vorträge, wobei manche 15 Minuten dauerten und andere Posterpräsentationen nur 2-3 Minuten. Es wurden viele Aspekte der menschlichen Sexualität wissenschaftlich dargestellt und es gab dabei auch einige Kuriositäten, die teilweise belächelt und teilweise mit viel Applaus hochgeschätzt wurden. So gab es z.B. einen indischen Forscher, der einen Vortrag über Physiognomie und Homosexualität hielt. Er behauptete ganz entschlossen, wenn bei einem Mann der zweite Zeh länger ist als der große, dann ist der Mann 100% homosexuell. Die Pharmavertreter machten es ganz geschickt, sie lockten zahlreiche Zuhörer mit einem so genannten „Lunchtime Symposium“ an. Da gab es neben etwas Essbarem auch eine Reihe von sehr professionellen Vorträgen über die Wichtigkeit und Vorzüge von chemischen Mittelchen, um die Erektionsfähigkeit des Mannes zu steigern, oder die Lubrikations-Fähigkeit von Frauen im fortgeschrittenen Alter zu verbessern. Diesen Pharmaindustrien, die auch große Sponsoren beim Weltkongress waren, war es auch zu verdanken, dass es in den Pausen kostenlos Kaffee gab. Diesen Kaffee brauchten die Teilnehmer/innen früher oder später um der Fülle des dichten Programms überhaupt geistig folgen zu können. Neben den streng wissenschaftlichen Forschungen gab es auch vereinzelte Vorträge über ganz konkrete Handlungsanweisungen, wie z.B., dass die Frau zur Steigerung der Orgasmusfähigkeit eine Mango verspeisen soll, welche sie dann ganz langsam herunterschluckt und sich dabei vorstellt wie die Mango bis zur Vagina rutscht. Also kurz gesagt, wie sie den oralen Genuss in den genitalen Genuss transportiert. Wie viele Mangos dabei verspeist werden sollten kam nicht zur Diskussion. Oder wie Pranayamas (Indische Atemtechniken) die Erektile Dysfunktion beeinflussen kann. Es gab auch sehr spannende Vorträge über die Rolle der Gesetzgebung in Bezug auf die gesellschaftliche Akzeptanz von Homosexualität oder Transvestiten. Interessant ist hierbei, dass Neuseeland das erste Land ist, wo ein Transvestit (Georgina Beyer) in einer hohen politischen Position akzeptiert wird. Wann Gruppenehen gesetzliche Grundlagen erhalten werden, steht allerdings noch in den Sternen. Sehr anerkennenswert zu erwähnen ist, dass alle drei Komaja-Sektionen, also Mazedonien, Kroatien und Deutschland bei der W.A.S. als vollwertige Mitglieder akzeptiert wurden. Das heißt, dass sich die Mitglieder z.B. unter anderen dazu verpflichten, ein Leben lang wissenschaftlich im Bereich der Sexuellen Gesundheit zu forschen und die Forschungsergebnisse auch der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Der nächste Weltkongress für Sexuelle Gesundheit wird 2009 in Göteborg stattfinden.
Komaja goes W.A.S. April 2007 Sydney
With 3 "Oral Poster Presentation" to Sydney
The Sexual Health Of People Practicing Tantra: A Long Term Study Over 3 Years
by O.Heil, for the Komaja Society Cologne / Germany
Introduction
In this investigation different factors were studied regarding the sexual health of those people who have, over several years, regularly attended Komaja’s tantra courses. The courses, “The Art of Love”, are geared not only towards the cultivation of the love-erotic art, but also to the spiritualization of sexuality, this may also include sexual intercourse. More than 60 people (average age: 33 years; average duration of membership in one of the three tantric groups investigated: 6.8 years) were tested with the Multidimensional Sexuality Questionnaire (Snell & Fisher & Walters, 1993) twelve scales which describe the construction of sexual health (the scales are: sexual esteem, sexual preoccupation, internal sexual control, sexual consciousness, sexual motivation, sexual anxiety, sexual assertiveness, sexual depression, external sexual control, sexual monitoring, fear of sex and sexual satisfaction). The results over each of the 3 years were very stable also in comparison to the European control group. We have found out, that those who have regularly visited the tantric courses “The Art of Love” have significantly (p<0.05) higher scores in 2 out of 12 scales (Internal sexual control; Sexual monitoring) over each of the 3 years.
The Mental Health Of People Practicing Tantra: A Long Term Study Over 3 Years
Introduction
Komaja`s Tantra “The Art of Love” is geared not only towards the cultivation of the love-erotic art, but also to the spiritualization of sexuality, this may also include sexual intercourse. More than 60 people (average age: 34 years; average duration of membership in one of the three tantric groups investigated: 6,8 years) were tested with the Trier Personality Questionnaire (TPF) constructed by Becker (1989). The TPF have nine scales which describe the construction of Mental Health (behaviour-control, mental health, meaning-fullness, self-obliviousness, freedom from distress, expansiveness, autonomy, self-esteem and capacity of love). The TPF is a fully standardized objective self-report instrument in the tradition of the Personality Questionnaires, which fulfils the statistic criteria and is well known in German speaking Europe. The results show a significant difference (p<.001) in 7 of the 9 scales of the TPF, i.e. those people practicing Komaja`s tantra have higher values than the average population, which indicates a more stable and better mental health. We could show that the results over all 3 years are very stable. In comparison to the European-control-group we find in 3 scales (behaviour-control, self-obliviousness and self-esteem) higher results (statistic trends; p<.015) among the people practicing Komaja`s Tantra.
HOW TO PREVENT UNWANTED EJACULATION WITH THE HELP OF KOMAJA`S METHODS: A RETROSPECTIVE STUDY
by O.Heil, for the Komaja Society Cologne / Germany
KOMAJAS TANTRA auf dem WELTKONGRESS für SEXUELLE GESUNDHEIT Sydney 2007
Oliver Heil, Dipl. Psychologe
„Fremdgehen, aber richtig“ so wirbt ein Männermagazin für seine potentiellen Käufer auf dem Titelblatt, als würde MANN das perfekte Belügen und Betrügen mit 16 ultraheißen Tipps zum soziokulturellen Volkssport stilisieren und dann noch Stolz darauf sein wie toll MANN seine Alte verarscht hat. Wie kurzfristig und heiß die Genüsse auch sein mögen, der Scherbenhaufen, der sich auf die langfristige Konsequenzen bezieht, ist eher nur tragisch und oft nur grausam destruktiv für alle Beteiligten. Auf welchem Niveau der Liebeserotische Genuss sich dann nur noch abspielen kann, braucht MANN sich gar nicht vorzustellen. Das Lügen, das sich Verstellen, die Angst aufzufliegen zieht schon so viel Energie ab, dass das Liebeserotische Niveau nur noch flach und kurz sein kann und somit noch lange nicht das volle von der Natur gegebene Potenzial ausschöpft welches tatsächlich in ihm liegt.
Da drängt sich mir doch eher die Frage auf, wieso bleibt das Beziehungskonzept so beharrlich auf seine verlogene Monogamie bestehen, wenn doch in jedem der Polyamorische Drang nach mehr Partner bzw. Partnerinnen offensichtlich genetisch veranlagt ist? Wieso bleibt das bestehende Beziehungskonzept auf so einem unfeinen eher Frühpubertierenden verantwortungslosen Niveau stehen? Klar, die Angst erwischt zu werden setzt Stresshormone wie Adrenalin, Cortisol, etc. frei, der Reiz etwas verbotenes zu tun ist ja an und für sich so Lustvoll und vielen Fremdgehvermittlungsagenturen verschafft es respektable Umsätze. Aber auf der anderen Seite ist es höchst ungesund, denn Seitensprünge können für Männer lebensgefährlich werden. Eine statistische Auswertung ergab, dass drei Viertel aller registrierten männlichen Todesfälle durch Sex bei einem Seitensprung geschahen, so jedenfalls das Ergebnis einer Studie des Zentrums für Rechtsmedizin an der Universität Frankfurt. Und oft sind es die tollen Fremdgeh-MÄNNER, die völlig ausrasten bis hin zum Mord aus Eifersucht, wenn sie raus finden dass sie von ihrer Alten betrogen wurden.
Anstatt diese tollen Männer-Magazine eine Hochkultur der Liebeserotischen Kunst propagieren, begnügen sie sich ärmlich mit dem destruktiven Anteil der Sexualität. Anstatt sie die konstruktive Kraft der Ehrlichkeit in Beziehungen für Männer empfehlen und somit die Tür öffnen für neue Beziehungskonzepte und neue Spielwiesen der Liebeserotischen Kunst, begeben sie sich auf ein niedriges Niveau, der gerade die Frauen nicht glücklich machen wird, sondern sie weiterhin liebeserotisch unbefriedigt lässt, wie es schon die vielen tollen Männer Jahrhunderte zuvor vollbracht haben. Klar sind auch die Frauen niveaulos, die sich auf solche tollen Lügenbolde einlassen und die sich scheinbar mit so wenig zufrieden geben. Das musste auch hier erwähnt werden.
Bleibt nur noch zu wünschen, dass die MÄNNER aufwachen und endlich mal echte Helden in der hohen Kunst der Erotik und echte Vorbilder für ihre Nachkommenschaft werden.